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Nelkengasse An allen Horizonten zog der Winter ein, Es gibt auch jene, die bei diesem Wetter kämpfen, Ich kenne zu Lawinen erstarrte Lieder, Mauern aus festen geduldigen Steinen, In all den Gecekondus ist die Luft dunkel und neblig, Doch am jenseitigen Ufer des Hatip-Baches ist es lau, In der Nelkengasse ist eine Orangerie, |
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| Erst im Jahr 1968 erschien ein Teil der Gedichte Ahmed Arifs in dem Buch »Hazretinden prangalar eskittim«. Dieses Buch blieb lange sein einziges, ein weiterer Gedichtband erschien erst posthum, die übrigen Gedichte wurden entweder nur vereinzelt in Zeitschriften veröffentlicht oder überhaupt nicht. Ahmed Arif wurde dennoch zu einem der meistgelesenen Lyriker der Türkei. Bis heute erschienen 49 Neuauflagen seines Buches und es gab unzählige Raubdrucke. Zudem verwenden viele linke Musikgruppen und Sänger in ihren Texten Ausschnitte aus seinen Gedichten. Ahmed Arif starb 1991 im Alter von 64 Jahren in Ankara. | |||||||
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| Ahmed Arif wurde 1927 als Ahmed Önal in Diyarbakir geboren. Er wuchs in einer multikulturellen Umgebung auf und beherrschte neben dem Türkischen Dimilki (Zaza), Kurmanci (Kurdisch) und Arabisch. Ab 1943 schrieb er, noch als Gymnasiast, seine ersten Gedichte und veröffentlichte einige davon in linken Literaturzeitschriften. 1947/48 nahm Arif in Ankara ein Philosophiestudium auf. In dieser Zeit schrieb er das Gedicht »33 Kugeln«, das für ihn polizeiliche Repressalien nach sich zog und in der türkischen Gesellschaft heftige Reaktionen auslöste. Ahmed Arif wurde 1950 und erneut 1952 bis 1953 eingesperrt und mit anderen zusammen wegen »kommunistischer Propaganda« nach § 141 des damaligen türkischen Strafgesetzbuches, der aus dem StGB des Italiens von Mussolini übernommen worden war, angeklagt und zu zwei Jahren und acht Monaten Gefängnis verurteilt. Nach der Entlassung aus dem Gefängnis 1953 mußte er sein Studium abbrechen. Er verdiente sich seinen Lebensunterhalt weiterhin, wie schon während seiner Studienzeit, durch Lektoratsarbeiten und technische Arbeiten und als Sekretär bei verschiedenen Zeitungen und gelegentlichen Veröffentlichungen seiner Gedichte in Literaturzeitschriften. |
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| Deine Liebe Sie hat mich nie verlassen, deine Liebe, |
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