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Die Frankfurter Buchmesse 2009 litt unter deutlichem Besucherschwund. Umso erfreulicher war die große Resonanz auf die Buchvorstellung mit Oljas Süleymenov. Spitzzüngig und polemisch setzte er seine Gedichte in Bezug zur aktuellen Weltpolitk und bewies einmal mehr, dass er, dass kämpferische Lyrik immer noch ein Publikum findet.

Karikaturenausstellung

»Die Nase des Sultans. Karikaturen aus der Türkei«
Galerie im Saalbau
Kulturamt Berlin-Neukölln,
Karl-Marx-Straße 141, 12043 Berlin
mit umfangreichem Begleitprogramm
vom 04.09. - 8.11.09

21.10.09 Galerie im Saalbau
»Haselnuss 8 - ein Roman wie ein Comic«. Wie ein Buch entsteht.

Lesereise Zafer Senocak

06.11. Universitätsbuchhandlung Bonn

26.10.09, 20.00 Uhr: Tablo Restaurant, Huyssenallee 5, 45128 Essen. Literatürk Essen

24.10. Nürnberg

22.07. Buchhandlung Litera in Kiel 23.07. Wenzel-Hablik-Museum Itzehoe
ff.

Literaturhaus Salzburg

07.05., 19.30 Uhr: Von türkischen Nasen & der deutschen Sprache
Vernissage & Lesungen

14.05., 18.00 Uhr: Poesie des Alltags: Asli Erdogan und Nalan Barbarosoglu. Deutsche Lesung: Christine Sohn

5. September 2009: In der gut gefüllten Galerie im Saalbau erheiterte der Istanbuler Karikaturist Bahadir Baruter das Publikum mit seinen politischen Karikaturen. Beim runden Tisch der Karikaturisten mit Ernst Volland und Rainer Hachfeld erzählte er, wie sich die spanischen Katholiken über einen hässlichen Papst beschwerten und nur Brad Pitt den Weltfrieden retten konnte.

Der Gastlandauftritt der Türkei auf der Frankfurter Buchmesse ging auch an uns nicht spurlos vorbei. Mit Orientalisierern und Desintegrationsexperten konnten wir nicht aufwarten; lustig war es trotzdem und zeitweilig am Stand kein Durchkommen mehr. Für die branchenüblichen Gespräche mit Freunden und Kollegen blieb da nur wenig Zeit.

Kamera ab: Sabine Küper-Büsch stellt dem Frühstücksfernsehen von RTL2 den von ihr herausgegebenen Band "Die Nase des Sultans. Karikaturen aus der Türkei" vor.
Diese Geste kann nur bezahlt sein: Der Karikaturexperte und Ramize-Erer-Übersetzer A. H. Dogan lobpreist die wegweisende Publikation "Die Nase des Sultans". Den beleidigten Kritiker und Künstler haben wir dagegen nicht mit ins Bild genommen (er fand in dem Büchlein keine Erwähnung).
Stellvertretend für die interessierte Weltpresse: Levent Aktoprak (DLF) mit Senior und Verlegerin Jeanine Dagyeli.
Wer hat den schönsten Taschencomputer: Recai Hallac von Edition Galata und Mario Pschera beim Terminabgleich.
Nichts für die Rosamunde-Pilcher-Fraktion: Nalan Barbarosoglu hält mit ihrer Geschichte von Inzest und Rache die Zuhörer in der Zentralbibliothek Frankfurt in Atem.
Apollo im Variete: Im vollbesetzten Cafe Ypsilon erheitert Jorgos Valasiadis, nur mühsam von Tochter Maria gebremst, das Publikum mit seinen Geschichten aus dem alten Istanbul. Im Anschluss wurde eine lebhafte Debatte um die Minderheitenpolitik in der Türkei geführt.
Weg wie warme Semmeln: ging die aktuelle Ausgabe von "Virginia. Frauen. Buch. Kritik" aus dem Aviva-Verlag wegen des Artikels von Jeanine Dagyeli über Frauen in der türkischen Literatur. Wer sich insgesamt einen Überblick über türkische Literatur in deutscher Sprache verschaffen will, sei auf die verdienstvolle Zusammenstellung von Tayfun Demir in 2 Bänden über www.dialogev.de verwiesen.
Die Stimmen der anderen: Rezensionen
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