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In Baku beginnt eine Romanze zwischen dem aus angesehenem Hause stammenden Zaur und Tehmine, einer jungen verheirateten Frau. Mit dieser Liebesbeziehung setzen sich beide über traditionelle gesellschaftliche Konventionen hinweg, die trotz siebzig Jahre Sozialismus in Aserbaidschan fortbestehen. Besonders die selbstbewußte Tehmine trotzt den Anmaßungen ihrer wertkonservativen Umgebung. Zaur selbst kann dem Druck seiner Familie nicht mehr lange standhalten. Anar wurde 1938 geboren und studierte an der Philologischen Fakultät der Universität Baku. Seit 1968 ist er Mitarbeiter bzw. Leiter mehrerer aserbaidschanischer Literaturzeitschriften. Trotz der Schwierigkeiten der Breschnewära konnte sich Anar mit gesellschaftskritischen Romanen, Essays, Drehbüchern, Filmen, Kurzgeschichten und Theaterstücken einen Namen über die Landesgrenzen hinaus machen. |
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| Anar »Der sechste Stock eines fünfstöckigen Hauses« Roman |
»Anar erzählt diesen lebendigen Roman mit spürbarer Zärtlichkeit für alle seine Figuren. Neben einer der schönsten Liebesgeschichten lesen wir einiges über Traditionen und modernen Alltag in Baku und erfahren hoffentlich auch selbst, daß, wie und wo ein fünfstöckiges Haus einen sechsten Stock haben kann!«
Oliver Fründt, Buchhandlung Slawski, Buchholz »Der bald elegische, bald schneidend gesellschaftskritische Roman zeigt das Glück und das Elend einer Liebe, die nicht hält, weil der junge Zaur zu sehr von den Annehmlichkeiten des Privilegiensystems bestochen und darum zu schwach ist, seinen besseren Antrieben länger als nur eine kurze Revolte und ein schönes Abenteuer lang zu folgen. Am Ende wird alles geregelt, als spielte diese Farce von familiärem Zusammenhalt und erotischen Reifeprüfungen angehender Patriarchen nicht in Baku, sondern in Milwaukee oder Wiesbaden: die fatale Friedensstörerin wird abserviert, und der heimgekehrte Sohn erhält einen schnelleren Wagen« Karl-Markus Gauss in »Neue Züricher Zeitung« 7./8. April 1990 »Hinter der vordergründigen Liebesgeschichte skizziert Anar gesellschaftskritisch die aserbaidschanischen verkrusteten Traditionen und Moralvorstellungen, das Umsichgreifen von Verfilzungen und Spekulantentum in ihrer gesamten Problematik.« |
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»Die gesellschaftliche Realität des heutigen Aserbeidschan bildet den Hintergrund des Romans, die ruhige Erzählweise und atmosphärische Ausstrahlung nimmt gefangen. Sehr lesenswertes Beispiel einer der unbekannteren Nationalliteraturen der Sowjetunion.« »ekz-Informationsdienst« 1989 »Dem mitreissend zu lesenden Roman ... sollen weitere Übersetzungen folgen. Wir freuen uns darauf!« »Neue Bibliotheks-Bücher« 6/1989 |
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