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Wir erinnern uns an das,
was allen gemeinsam ist,
die Geschichte kennt dieser Dinge viele —
Eines Nachts kamen die Schamanen zu euch
um Gutes zu wirken und rechte Gespräche zu führen.
Sie machten Feuer und brachten euch bei,
das Feuer zu hüten und
zu verehren,
mit Feuer Radikulitis und Furunkel zu heilen;
sie lehrten euch, wie man sich einem Pferd nähert,
sich nach der Sonne richtet
und die Sterne deutet,
ihnen verdankt ihr Tanz und Gesang,
ihnen das Zählen der Lenze,
ihnen das Ackern, Anbauen und Backen,
die Teppiche und eure Flugzeuge.
Sie, die Goldgräber, schenkten euch die Diamanten.
Die Samojeden
brachten sie als Opfer dar,
doch selbst auf dem Scheiterhaufen unterwiesen sie euch.
Die Schamanen trieben die Welt aus der Blindheit,
holten aus eurer Taubheit die Beethovens für euch hervor,
erschmolzen Homer aus der Finsternis
und ahnten noch nichts von ihrem Schicksal.
Sie gewannen aus gemahlenem Erz
Talmude und Korane,
Karat um Karat,
indem sie in ihren Pfannen ganze Wüsten
und Berge,
Milliarden von Geschehnissen durchsiebten.
All das für euch — während ihr Honig geschleudert,
Opiumhöhlen besucht und euch berauscht habt,
um den Rauch mit dem Diamant des Wortes, dem Gold der Namen
und dem Platin der Hoffnungen zu entgelten.
Ihr lagt auf beheizten Pritschen,
die Pfeifen zwischen den Zähnen,
um später in der Gosse
zu vergammeln,
um wieder —
Asiaten, Sklaven, Diebe zu sein,
Hunde unter Hunden.
Wenn man euch sagte:
Jetzt müsst ihr bezahlen,
und ihr hattet weder Pul, Tanga, noch Man,
verbranntet ihr
um des Rauchs willen
die Schamanen,
die doch das Feuer
um der Wärme willen erfanden.
Nicht des Leides,
nein, des Strebens voll
ist meine seltsame Welt,
zum Goldgräber geboren!
O Asien, wie viele von uns
hast du verbraucht!
Wieder sind um des Rauches willen die Scheiterhaufen
erblüht.


Verwirr mich mit einem Lächeln,
wirf mich im Fluge um, verbiete mir alle Wege,
trotzdem bleibt ein Ausweg
in deinen alten Garten,
wo Äpfel hängen und Trauben blau leuchten.
Eine alte Nachtigall
hockt dort über der blutroten Rose,
wirft sich ewig in Pose, übt Koloraturen, —
iranisch präsentiert sie ihre Mandeln,
die Rose aber dürstet nach Prosa.
Verwirr mich — und ich falle unter den Birnbaum,
scheuche den Sänger auf und will das dunkle Gras
vor der Rose
neiderfülltem Blick
und zu ihrer Verwirrung
schänden.
Die heisere Nachtigall zetert
in der Stille,
zerdrücktes Gras richtet sich bis zum Morgen auf,
benetzt von Tau,
und ebenso erfrischt
wird meine Seele von der Nachtigall Tiraden.
Ich begehe meine Feste nur in deinem Garten.
Verwirr mich — und ich werde dich dort finden.
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