Im Jahre 1953 kommen Militärfahrzeuge in ein kleines kasachisches Dorf. Binnen weniger Stunden haben die Einwohner ihre Habseligkeiten zu packen, um evakuiert zu werden. Ein kleiner Junge erlebt mit seinem Großvater im Tschingiztau-Gebirge den Test der Wasserstoffbombe. Der spätere Schriftsteller durchlebt im Zwiegespräch mit seinem toten Vater immer wieder die das Entsetzliche, den Tod seiner Freundin aus Kindertagen, die Ungewißheit der Dorfbewohner über ihr Schicksal. Seine Erinnerungen werden konfrontiert mit den gegenwärtigen Folgen der nuklearen Verseuchung seiner Heimat.
Rollan Seysenbajev
»Der Tag, als die Welt zusammenbrach«

Novelle
Aus dem Russischen
von Hannelore Georgi

102 Seiten, frz. Broschur
€ 14,50
ISBN 978-3-935597-01-2

Rollan Seysenbayev Rollan Seysenbajev wurde 1946 in Semipalatinsk (Semey) geboren und absolvierte 1970 die dortige Technische Hochschule. Später studierte er am Gorki-Literaturinstitut in Moskau. Dort arbeitete er als Konsultant der Kasachischen Literatur im Schriftstellerverband der UdSSR und als Lehrer. Heute lebt er in Semey und Almaty. Gemeinsam mit Oljas Süleymenov gründete er die antinukleare Bewegung »Nevada – Semipalatinsk«. Zudem ist er der Vorsitzende der Vereinigung zum Schutz der strahlengeschädigten Kinder Semeys. Seit 1969 veröffentlichte Seysenbajev mehrere Romane und Theaterstücke auf Russisch und Kasachisch.

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