Der stotternde Trunkenbold Pawel taucht in einer Kolchos am Asowschen Meer auf und wird zum Wächter des Zwiebelfeldes bestellt. Der Krieg hat ihm die Kindheit geraubt, mit dem Streben seiner Mitmenschen nach Wohlstand und gesellschaftlicher Anerkennung weiß er nichts anzufangen. Nach den Jahren an der Seite einer ihm gleichgültigen Frau, die in ihm den toten Geliebten umarmt, verläßt er Moskau auf der Reise nach Irgendwohin. Seinen Weg kreuzen Menschen, deren Psyche von Krieg, Lager und Verbannung beschädigt ist und die ihr Leben auf der Suche nach einem Zipfel vom Glück verbrauchen. Anatolij Kim zeichnet ein meisterhaftes Psychogramm einer verlorenen Generation. Er gibt den Verdammten eine Stimme, läßt sie Sinn und Wahrheit des gelebten Lebens artikulieren. »Das Zwiebelfeld« geht als erster Landstreicherroman in die Geschichte der sowjetischen Literatur ein.
Stimmen zum Buch
»Kim meldet sich mit einem Buch zurück, das mit seiner eigenwilligen, bisweilen düster-melancholischen Poesie quer zum literarischen mainstream steht und gerade deshalb lesenswerte Lektüre bietet.«
Dorothea Trottenberg
ekz-Informationsdienst

»›Die ornamentale Prosa‹ von Anatolij Kim zeigt sich auch in seinem ›Zwiebelfeld‹. Pawel, der Protagonist, wie ein Wollgras vom Steppenwind getrieben, besitzt mehrere Züge des Autors. In seinen Erinnerungen erzählt der koreanisch-russische Schriftsteller die Geschichte seines Klans, die Geschichte einer Sehnsucht nach Domizil und sozialer Identifikation.«
Elena Gourskaja
Wostok

Anatolij Kim

»Das Zwiebelfeld«

Aus dem Russischen
von Walerija Weiser

180 Seiten, frz. Broschur
€ 16,50
ISBN 978-3-935597-00-5

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