intercity
… Ähnelt denn diese verschlungene, gewundene Spree dem prächtigen Bosporus?
zwei Städte zwei Sprachen ein Buch
Überblick Jenes Jahr 1909 Mauerbrocken Trauriges Blau Streunen Pforten
Istanbul–Metropole, verklärtes Traumziel, Projektionsfläche, Brücke zwischen Ost und West. Wuchernder Moloch, ewige Baustelle
und Kulminationspunkt kultureller Konflikte. Auch das ist Istanbul. Dieses Schicksal scheint die Stadt mit Berlin zu teilen,
dem Seifenblasenparadies für Finanzhaie und Glücksritter und mit dem Charme des falschen Glitters geschlagen.
Ein Anlass für unsere Autoren, hinter die Postkartenidyllen und Reiseführerbeschreibungen zu werfen. Was ist die Stadt?
Ort der Repräsentation oder ein Ort zum Leben?

Die Beiträge berichten von Kommerzialisierung des öffentlichen Raumes, Tourismus und Verkehr, Orten des Vergnügens und der Kulinaria, Architektur der Zwischennutzung und Stadtteilverdrängung, besetzten Häusern und Zivilgesellschaft. Welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede lassen sich zwischen Berlin und Istanbul feststellen?

Istanbuler und Berliner AutorInnen stellen ihre Stadt vor, in satirischen, grotesken und tragischen Momentaufnahmen, Huldigungen und Schmähungen. Sie beschreiben Szenegrößen, seltsame Heilige oder einfach nur das absurde Leben.

Mit Beiträgen von Cicek Bacik, Jochen Becker, Murat Belge, Ayse Cavdar, Jesko Fezer, Pamela Dorsch, Doris Kleilein, Ingo Siebert, Thomas Knorr-Siedow, Pelin Tan, Cagla Ilk, Jürgen Gottschlich, Adnan und Erdogan Yildiz und Andrej Holm. Kurzgeschichten von Zafer Senocak, Michael Ebeling, Asli Erdogan, Wladimir Kaminer, Nalan Barbarosoglu, Uli Hannemann, Metin Kaçan, Andreas "Spider" Krenzke, Yorgos Valasiadis.

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