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Islam auf Sendung. Islamische Fernsehprogramme im Offenen Kanal Berlin |
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Seit einigen Jahren, insbesondere seit dem 11. September 2001, gehören der Islam und die Muslime in der Bundesrepublik Deutschland zu den viel diskutierten Themen der medialen und politischen Öffentlichkeit. Alltag und Religion von Muslimen in Deutschland sind jedoch nicht erst seit dem Aufkommen dieser Debatten wahrnehmbar. Menschen aus mehrheitlich muslimischen Ländern sind auch in der Öffentlichkeit der Medien kein Novum. Dennoch, wurde ihnen als Medienakteuren in der Forschung bisher wenig Beachtung geschenkt. Der Offene Kanal Berlin (OKB) ist ein Beispiel für das vielfältige Medienengagement von Menschen mit muslimischem Hintergrund. In diesem lokalen Fernsehkanal senden sie seit seiner Gründung 1985 regelmäßig auch zu islamischen Themen. Ein an der Humboldt-Universität durchgeführtes Forschungsprojekt untersuchte das Angebot und die Entwicklung islamischer Sendungen im Lokalfernsehen sowie ihre Bedeutung für die islamischen Gemeinden Berlins. Der vorliegende Band veröffentlicht die Ergebnisse dieser Langzeitstudie zu den islamischen Sendungen im Offenen Kanal Berlin. Der Untersuchungszeitraum erstreckte sich von Herbst 1998 bis Frühjahr 2007. In dieser Zeit wurden mit der OKB-Leitung, mit muslimischen Sendegestaltern sowie mit Gruppen, die gern senden würden, Interviews geführt. Stichprobenartig wurden Sendungen analysiert. Zum Teil konnten die Forscherinnen an der Aufzeichnung oder Life-Übertragung von Sendungen teilnehmen. Verschiedene Aspekte von Kommunikation spielen in allen Artikeln der Veröffentlichung eine Rolle. Zunächst werden die Islamischen Sendungen im Kontext des Konzepts der Offenen Kanäle als Schule der Demokratie betrachtet. Ferner wird die Kommunikation unter Sendemachern im Offenen Kanal, sowie zwischen ihnen und dem Publikum fokussiert. Aber auch die Transformation der Form der Vermittlung von Inhalten durch das Medium Fernsehen und das heterogene Publikum werden näher analysiert. Desweiteren werden die Rolle der unterschiedlichen Sprachen im medialen und religiösen Kontext sowie Formen der Legitimierung von Autorität untersucht. Der Offene Kanal Berlin stellt neben dem Internet eine der wenigen Möglichkeiten für Berliner dar, mit geringem finanziellem und technischem Aufwand eine größere Berliner Öffentlichkeit zu erreichen. Die Programme im OKB spiegeln in besonderer Art und Weise die Vielfalt der islamischen Gemeinden Berlins wieder. Längst nicht alle in Berlin vertretenen Organisationen und Moscheevereine werden medial aktiv. Hingegen fänden viele der im OKB auftauchenden Teleprediger nicht in einer Moschee Gehör. So ist im OKB-Programm eine größere Vielfalt von muslimischen Stimmen zu hören als in den nahezu 90 Moschen und Gebetsräumen der Hauptstadt. Alle im Offenen Kanal sendenden Akteure akzeptieren, daß ihre Ansichten gleichberechtigt neben der von anderen dort vertretenen Meinungen stehen. Das Massenmedium Fernsehen eröffnet damit Interessierten die Möglichkeit, sich mit unterschiedlichen islamischen Auffassungen aus Berlin zu beschäftigen. Da die Anhänger verschiedener religiöser Strömungen nur bedingt in Moscheen gehen, die andere als die eigenen Standpunkte vertreten, ergibt sich aus der Anonymität des Publikums jedoch eine integrative Bedeutung dieser Sendungen für die muslimische Gemeinschaft in Berlin. Gläubige, die sich aufgrund des zersplitterten Zustands der islamischen Gemeinschaft kaum miteinander über inhaltliche Fragen austauschen würden, können einander hier kennen lernen. Unter Muslimen verschiedener Strömungen bestehende Vorurteile könnten abgebaut werden und so eine Basis für eine Annäherung gefunden werden. Aber auch eine inhaltliche Auseinandersetzung, in der Unterschiede deutlicher werden, zeichnet sich ab. |
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Inhalt |
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| Jeanine Elif Dagyeli & Riem Spielhaus: »Die muslimischen Akteure im OKB« Kira Kosnick: »Berlins Offener Kanal zwischen Anspruch und islamischer Wirklichkeit« Anke Bentzin: »Sehen und gesehen werden:Islamische Fernsehsendungen als theologische und alltagspraktische Kommunikationsräume« Riem Spielhaus: »Autorität darstellen - Legitimationsstrategien muslimischer Akteure« Jeanine Elif Dagyeli: »Welche Sprache spricht die Umma in der Diaspora? Islamische Kommunikation und das Sprachproblem« Ayfer Durdu: »Gott ist überall und nirgends. Die Sendungen aus dem Umfeld des Omar-Zentrums« Kira Kosnick: »Mit eigener Stimme? Alevitische Strategien der Repräsentation« Peter Heine: »Ein Nachwort: Der Offene Kanal Berlin als Spiegelbild des Islams in Deutschland« Neben dem »dualen System« von öffentlich-rechtlichem und privatem Rundfunk werden die Offenen Kanäle manchmal auch als »dritte Säule« im deutschen Rundfunksystem bezeichnet. Als »Rundfunk der dritten Art« repräsentieren sie für viele eine Art demokratisches Korrektiv, das in Zeiten der Privatisierung und Kommerzialisierung der Medienlandschaft zur Wahrung einer pluralen Öffentlichkeit beitragen soll. Als die politischen Weichen für eine Transformation des bundesrepublikanischen Rundfunksystems gestellt wurden, konnte sich dieser Gedanke sogar auf einen Konsens der großen Parteien stützen: die neuen technischen Möglichkeiten, die die »neuen Medien« beinhalteten, sollten die mediale Kommunikationslandschaft weiter demokratisieren und alle gesellschaftlichen Gruppen mit einbeziehen. In den oben zitierten Zielvorgaben der Expertengruppe ist erkennbar, dass die Aufgabe der Demokratisierung eine Ausrichtung auf diejenigen Bevölkerungsgruppen verlangt, die bislang in den Medien wenig angesprochen sind und zudem Schwierigkeiten haben, sich selbst medial zu artikulieren. »Es handelt sich um eine zusätzliche Artikulationsmöglichkeit in erster Linie für diejenigen, die in den sonstigen Medien nicht zu Wort kommen und mithin um eine Möglichkeit, das im Grundgesetz verbriefte Recht auf freie Meinungsäußerung unmittelbar über ein Medium auszuüben…« Offene Kanäle sollen demnach Öffentlichkeit insbesondere für Meinungen von Personen, Gruppen und Vereinigungen schaffen, die im sonstigen Medienangebot wenig oder gar nicht vorkommen. Auch beim Offenen Kanal Berlin werden durch das Wegfallen von Nutzungsgebühren, der Vergebung von Sendeplätzen nach dem Prinzip der Schlange, der Hilfestellung bei der Produktion von Sendungen, etc. die Zugangsbarrieren im Prinzip möglichst gering gehalten. Anders als im dualen Rundfunksystem, wo Repräsentanz in den Medien zumeist an ökonomisches, kulturelles oder politisches Kapital gekoppelt ist, sollen hier gerade auch marginalisierte Gruppen zu Wort kommen. Im Sinne des »demokratischen Korrektivs« verkörpert der idealtypische Nutzer eine Gruppe oder Person, die eine Meinung gegenüber einer Öffentlichkeit vertreten will, in der sie durch andere Medien nicht repräsentiert wird. »Bürgerinnen und Bürger« wird hier nicht im Sinne von Staatsbürger definiert, sondern im Sinne von Mitgliedern eines demokratischen Gemeinwesens, dem beispielsweise auch MigrantInnen angehören. Mangelnde Medienrepräsentanz und -kompetenz darf nicht zum Ausschluß von Mitgliedern aus dem demokratischen Prozeß führen, der »von dem … Kampf um Meinungen in der Öffentlichkeit lebt« (Jahrestreffen Offene Kanäle 1998). Idealerweise melden sich also bei den Offenen Kanälen Personen zu Wort, die ihre eigene Wortmeldung als demokratischen Beitrag zur öffentlichen Diskussionskultur verstehen. Doch die Praxis sieht anders aus, meinen die Kritiker. Seit Anbeginn seiner Sendeaktivitäten stand der Offene Kanal Berlin in der öffentlichen Kritik. Bereits Anfang des Jahres 2000 mußte der Okb um seine Existenz fürchten, als auch die Spd als Partner in der großen Regierungskoalition auf Landesebene dem Kanal die weitere Unterstützung versagen wollte. Von Sprechern der Regierungsparteien hieß es, die Sendungen des Okb seien »für die Verbraucher nicht von Interesse«, »unangenehm« und ähnliches (Tagesspiegel vom 25.3.2000). Eine schöne Idee sei der Okb gewesen, doch in der Praxis habe sie sich nicht bewährt, meinte eine große Berliner Tageszeitung bereits Jahre zuvor. Vom »basisdemokratischen Gegengewicht des kommerziellen Privatfunks« könne bei den Sendungen nicht die Rede sein (Berliner Zeitung vom 3.9.1996). Reaktionen auf die fremdsprachigen Islamische Programme im OKB Die Konfrontation dieser Erwartung mit der (vermeintlichen) Realität der Programmgestaltung bei vielen Offenen Kanälen in der Bundesrepublik bringt die Verantwortlichen in eine schwierige Lage. Die Kritiker konstatieren in vielen Programmen statt basisdemokratischem Engagement die Egomanie verkrachter Existenzen oder schlimmer noch, die Artikulation fundamentalistisch-extremistischer Positionen, die so gar nicht zu dem demokratischen Anspruch der Offenen Kanäle passen wollen. Zu letzteren, die gerade auch in Berlin den Offenen Kanal in Rechtfertigungszwänge gebracht haben, wurden bereits vor den Attentaten des 11. September 2001 oftmals auch die islamischen Programme gezählt. Dem damaligen Islambild in der deutschen Öffentlichkeit entsprechend war den Kritikern für diese Zuordnung zumeist schon der generelle thematische Bezug »Islam« Grund genug. Die Landesmedienanstalt Berlin-Brandenburg verzeichnete bereits Ende der 1990er Jahre regelmäßig Anfragen besorgter Zuschauer, die sich allein schon durch die Kleidung und »islamische Ikonographie« von Programmmachern irritiert fühlen. So berichtete die Pressesprecherin der MABB, Susanne Gramms: »Es kommen natürlich auch zu den ausländischen Sendungen Beschwerden, weil dann sitzt da so ein Mullah, ne, mit seiner Tracht, oder ‘ne Frau mit Kopftuch und erzählt etwas in einer Sprache, die keiner versteht, und man hat das Gefühl, das kann ja nichts Gutes sein. Also, so als deutscher Zuschauer. Und da haben wir oft Nachfragen gehabt, was denn das ist.« Inhaltlich nachvollziehbar sind die islamischen Sendungen für die deutsche Öffentlichkeit nur begrenzt, da sie oftmals von Immigranten in verschiedenen Fremdsprachen präsentiert werden. Doch ungeachtet desssen standen Muslime auch vor dem 11. September bereits unter dem Generalverdacht, die Freiheit der Meinungsäußerung böswillig zu mißbrauchen. Dabei lassen die sprachlichen Barrieren der Phantasie um so mehr Platz so scheint es zumindest im Fall einer Redakteurin der Zeitschrift epd medien, der die staatlich finanzierte Liberalität der Offenen Kanäle zu weit ging: Den »…älteren Herren mit bizarrer Kopfbedeckung, … die abends im deutschen Fernsehen längere Vorträge zu nicht näher bekannten Themen halten«, mangele es offensichtlich an Respekt vor dem »Gastland«. Schuld daran seien ganz offensichtlich die religiösen Überzeugungen, und so legte die Redakteurin den »älteren Herren« die Antwort in den Mund: »Respekt vor einem Gastland, das qua Religion minderwertig ist und ›unmännlich‹ alles mit sich machen läßt?« Diese Darstellung eines muslimischen Programmmachers, der sich chauvinistisch über das christliche »Gastland« erhebt, während er zugleich dessen Freiräume »mißbraucht«, wird allerdings durch kein einziges Detail aus dem eigentlichen Sendeprogramm des betroffenen Kanals belegt. Der »ältere Herr« steht hier stellvertretend für sämtliche Islamischen Programme auf dem OK Frankfurt-Offenbach, der aufgrund ihrer großen Anzahl im Volksmund offenbar auch »Mullah-Tv« genannt wurde. Auch in der hessischen Tagespresse wurde angesichts der mangelnden Kontrollmöglichkeiten spekuliert: »Der Verdacht keimt somit auf, daß wöchentlich ungefilterte Propaganda über den Bildschirm flimmert.« (Offenbach-Post, 14. Oktober 1997) Der Offene Kanal gerate in Gefahr, »für blanke Agitation mißbraucht zu werden.« Ein Leserbrief schloß sich dieser Warnung an: »Ich möchte klarstellen, daß ich grundsätzlich nicht dagegen bin, daß Minderheiten eine Plattform bekommen, um ihre Interessen kundzutun; aber um ihre Religion oder Politik darzustellen, ist dieser Sender doch bestimmt nicht gedacht.« (Offenbach-Post) Auch eine Ende der 1990er Jahre verfasste Studie zu den Offenen Fernseh- und Hörfunkkanälen in Deutschland zählte Sendungen islamisch-religiösen Inhalts zu jenen, die zumindest potentiell einen »Mißbrauch« der Offenen Kanäle darstellen, und daher eigentlich einer Kontrolle bedürften. »Ganz von der Hand zu weisen ist die Befürchtung sicherlich nicht, daß Offene Kanäle sowohl für politisch radikale Gruppen als auch für religiöse Sekten eine willkommene Plattform sein dürften.« Die Verbreitung religiösen Wissens über das Fernsehen stellt nach dem Übergang von der Mündlichkeit zur Schriftlichkeit eine weitere Zäsur in der Struktur religiöser Gemeinschaften. Der Kreis der potentiellen Rezipienten weitet sich, gleichzeitig ergibt sich aber das Problem, wie man religiöse Sachverhalte einem anonymen Publikum nahebringen kann, das nicht mehr über den gleichen Kanon an Wissen verfügt. Die islamische Gemeinschaft in der Berliner Diaspora ist international. Muslime kommen aus verschiedenen Ländern des Nahen und Mittleren Ostens und Afrikas, aus Südosteuropa, der Türkei, Süd- und Südostasien. Daneben existiert seit den 60er Jahren eine wachsende deutsche muslimische Gemeinschaft. In welcher Sprache soll man also zu dieser multilingualen Gemeinschaft sprechen? Dies ist eine Frage, die sich vielen Produzenten islamischer Sendungen im Offenen Kanal Berlin von Anfang an stellte. Am jeweiligen Ergebnis läßt sich ein Aushandeln zwischen Sprachkenntnissen der Sendegestalter und ihrer religiösen Experten, dem anvisierten Zuschauerkreis und dem Bedeutungsgeflecht religiös tradierter und geprägter Sprache erkennen. Kommunikation ist eine Grundform religiöser Interaktion. Dabei geht es sowohl um die Vorstellung von der Transzendenz, für die Worte, Begrifflichkeiten und Bilder gefunden werden müssen, als auch um die Vermittlung persönlicher religiöser Erfahrung, von Lebensführung und Krisensituationen. Jede Religion hat dazu ihre eigenen Möglichkeiten und Institutionen entwickelt. Diese sind jedoch gesellschaftlich, kulturell und zeitlich determiniert und müssen neu verhandelt werden, wenn sie den Bedürfnissen der Gläubigen nicht mehr gerecht werden. Die Migration nach Deutschland oder in andere Länder Westeuropas stellte für Muslime eine solche Umbruchsituation dar. Die erste Generation kam zumeist aus Ländern oder Regionen, in denen der Islam die Religion der Mehrheitsbevölkerung ist und mußte sich in der Rolle einer ethnischen und religiösen Minderheit in einem weitgehend säkularen, christlich geprägten Land zurechtfinden. Traditionelle Räume orthodoxer islamischer Gelehrsamkeit und Kommunikation wie Moscheen oder Medresen existierten nicht. Sie wurden erst im Laufe der Zeit aufgebaut. Muslime, die verschiedenen, teilweise verfeindeten Strömungen des Islam angehörten und aus unterschiedlichen Herkunftsländern und Regionen stammten, trafen plötzlich auf einem engen städtischen Raum zusammen. In den Augen der Mehrheitsgesellschaft werden sie als Kollektiv betrachtet und Aussagen einzelner Muslime oder islamischer Gemeinden werden auf alle verallgemeinert. Dies zwingt islamische Gemeinden wie einzelne Muslime zur aktiven Auseinandersetzung mit anderen islamischen Gruppen, deren Aussagen dem eigenen Glauben und der Glaubensauslegung eventuell widersprechen. In der Diaspora muß neu verhandelt werden, wer welche Interpretation der heiligen Schriften und des traditionellen Wissens anzubieten hat und wie sich die Einflußsphären verteilen. Dies ist ein Prozeß, der bis heute anhält und in dem die islamischen Programme, die im Offenen Kanal Berlin ausgestrahlt werden, eine wichtige Rolle spielen. Über die Kommunikationsstruktur Fernsehen lassen sich hinsichtlich Alter, Geschlecht, Religiosität und sozialer Stellung andere Gruppen erreichen als in einer Moschee und der Austausch religiösen Wissens kann jenseits von Nachbarschaft, Moscheenverein oder sogar Konfession stattfinden. Ein Beispiel dafür boten die Sendungen „Safak TV" und „Fecr TV", die beide bis 2002 von der türkisch-schiitischen Gemeinde der Imam Reza Moschee produziert wurden. Die Sendungen waren laut Aussage der Sendeverantwortlichen bewusst nicht spezifisch schiitisch ausgerichtet. Den Telefonanrufen, die während dieser Sendungen eingingen, ließ sich entnehmen, dass sie auch von Sunniten gesehen und geschätzt wurden. |
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