![]() |
Hossein Kazemzadeh Iranschähr | |||
| Hossein Kazemzadeh Iranschähr wurde 1884 als Sohn eines Arztes in Täbris im Iran geboren. 1902 bis 1904 war er als Lehrer an der Reformschule Kemâl in Täbris tätig. Dann verließ er den Iran, arbeitete als Sekretär beim Iranischen Generalkonsulat in Istanbul und nahm ein rechtwissenschaftliches Studium auf. Er schloß dieses als »Lizenziat des Rechts« und sein nachfolgendes Studium 1910 bis 1911an der Universität Löwen in Belgien als »Lizenziat der Staats- und Sozialwissenschaften« ab. Iranschähr arbeitete ein Jahr in Paris an der Sorbonne und am Collège de France sowie 1913 bis 1915 an der Universität Cambridge, bevor er 1915 in den Iran zurückkehrte. Drei Jahre später ging er nach Berlin. Er arbeitete dort als Journalist und Schriftsteller, gründete den Verlag »Iranschähr«, dem sich sein Namenszusatz verdankt, und war von 1922 bis 1926 Herausgeber der gleichnamigen Zweimonatsschrift sowie von 21 Schriften und fünf Büchern über neue Erziehung in persischer Sprache. Desweiteren hielt Iranschähr Vorträge in verschiedenen Städten Deutschlands. 1936 folgte er einem Ruf des »Iranisch-schweizerischen Studentenvereins« nach Zürich, wo er an der Eidgenössischen Technischen Hochschule vor Dozenten und Studenten einen Zyklus von sechs Vorträgen hielt. Im selben Jahr ließ sich Iranschähr in dem schweizerischen Kurort Degersheim nieder. Auf Wunsch vieler Freunde gründete er 1942 eine esoterische Schule, in der er seine Lehre von einer harmonischen Entwicklung und Zusammenarbeit von Geist, Seele und Körper bekannt machte. Ab 1957 bis zu seinem Tod 1962 lebte Hossein Kazemzadeh Iranschähr in Flawil. Er hinterließ gegen siebzig Schriften und Bücher, die heute fast alle vergriffen sind, sowie viele unveröffentlichte Manuskripte. Iranschähr bereiste viele Länder, deren Verhältnisse er während der ersten zwanzig Jahre seines Aufenthalts in Europa studierte; in den folgenden Jahren suchte er nach religiös-philosophischen Ansätzen um »dem Abendland aus dem entstandenen Chaos« herauszuhelfen. Sein Ziel war es, die Menschen zum Aufbau einer neuen Weltkultur zu bewegen, in der sie ihre innere Zerissenheit hinter sich lassen und zu innerer Freiheit finden sollten. Er verfaßte, neben Schriften auf Persisch, viele Werke auf Deutsch über Kulturprobleme, Lebenskunst, Psychologie, Erziehung und Esoterik. |
||||
| Zum Buch allgemein | ||||
| Zum Inhalt des Buches | ||||
| Startseite | ||||